Sunwind unter Schweizer Flagge
Die Spatzen pfeiffen es seit langerer Zeit vom Dach: die skandinavische Wirtschaft befindet sich in einer Krise, die nordische Bootindustrie sah auch schon bessere Zeiten. Heinz Chanton, Inhaber der Brüggliwerft und Importeur der Sunwind-Yachten, konnte die Situation ausnützen und zu relativ günstigen Bedingungen die finnische Sunwind-Werft erstehen. Ein kleines Husarenstück!
Die Sunwind-Werft in Nykarleby unter Schweizer Flagge. Nykarleby liegt im Nordwesten Finnlands, sozusagen im «Mekka des Bootbaus». In unminelbarer Nähe bauen auch Nautor Swan, Baltic, Scandi Yachts und Botnia ihre Yachten.
Vom Rohstoff zur fertigen Yacht in finnischer Qualität.
Die Formen werden gereinigt und gewachts, danach können nacheinunder zuerst das Gelcoat, dann das eigentliche Rumpf-Sandwich aufgebaut werden.
Das fertige Deck (oder die Schale oder kleinere Einzelteilchen) wird aus der Form gehievt; je besser die Form mit Wachs behandelt war, desto problemioser.
Schotten und einige Trennwände, sowie zum Teil die Bänke werden noch einlaminiert. Die Kojeneinteilung muss hier schon festgelegt sein.
In der Fertigungshalle wird das Schiffsinnere ausgebaut. Tische, Schapps und Kojen werden in der Schreinerei hergestellt und brauchen nur noch eingebaut zu werden. Der Motor wird auf seiner Halterung befestigt und fertig installiert. Am Schluss kommen die Wandverkleidung und die Polster.
Beinahe der Schlusspunkt: das Deck wird auf den Rumpf eingepasst. Besonders wichtig ist eine gute Rumpf-Deck-Verbindung. Danach werden die Beschläge montiert und zu guter Letzt muss nur noch der Kiel untergebolzt werden. Dann: Schiff einpacken und ausliefern!
Neu: Produktion ab 2010 im Yachthafen Schloss Kirchberg
